Um 1290 bis 1368 Erstmals Karmeliten in Regensburg, bei St. Oswald, Donauufer.

1634 Kaiser Ferdinand II. beruft Unbeschuhte Karmeliten nach Regensburg.

1635 (Januar) Der spanische Pater Joseph vom Kreuz und der deutsche Laienbruder Matthias vom hl. Arnold kommen nach Regensburg und erhalten St. Leonard als (vorläufigen) Sitz zugewiesen.

1641 Kauf des Areals Freisinger Hof, Guttensteiner Hof und Gasthaus "Weisses Lampl" (für insgesamt ca. 20 000 fl).

1641 (24.08.) Erste Hl. Messe in der ehem. Kastuluskapelle des Freisinger Hofs, Kaiser und Kaiserin sind anwesend.

1641 (12.10.) Grundsteinlegung des Klosters durch Kaiser Ferdinand III. und Kaiserin Maria.

1642 Kloster wird Priorat, d.h. laut Ordenssatzung müssen wenigstens 6 Patres und eine entsprechende Anzahl von Brüdern hier wohnen; geregelte Gottesdienstordnung.

1652 "Goldenes Buch" (Spendenbuch) aufgelegt, anlässlich des Reichstages
1653/54, 14 000 fl Spenden.

1653 Abriß der alten Gebäude und Beginn des eigentlichen Klosterbaus.

1655 Pforten- und Konventbau fertiggestellt.

1672 Konsekration des Gotteshauses.

1693 Konsekration des vom Kaiser gestifteten (ehem.) Hochaltars (14 500 fl) und dreier Nebenaltäre.

1697 Stiftung (durch Fürstin von Lobkowitz der Novene zur Vorbereitung auf das Fest der Geburt des Herrn, die heute noch bestehende Christkindl – Andacht. -1740 wird eine wächserne Nachbildung des Prager Jesuskindes auf dem (heutigen) Theresienaltar aufgestellt.

Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts
Das Karmelitenkloster in Regensburg erlebt den Höhepunkt seiner Geschichte.

1713 Pest in Regensburg, Reichstag, Adel und viele Bürger haben die Stadt vor ihrer Schließung verlassen. Die Pestkranken werden u. a. von den Karmeliten betreut. Unter den 7857 Pestkranken sind 2 Karmeliten.

1721 Erfindung des "Echten Regensburger Karmelitengeistes" durch Pater Ulrich Eberskirch.

1782 Stiftung (durch den Priester Josef Höfelmayr) der heute noch bestehenden grossen Novene der neun Mittwoche vor dem Fest des hl. Josef.
Säkularisation

1810 (03.11.) Schliessung und Räumung der Kirche, (Säkularisation).

1812 (13.08.)
Räumung des Klosters, Auflösung des Konvents; Prior Avertan Riedl und Bruder Candidus Walcher betreiben mit 2 Klosterknechten die "Geistfabrik" auf königliche Rechnung weiter. Kirche dient als Güterhalle, Gruft als Lagerkeller, Kloster als Fronfeste.


Neubeginn

1836 (04.11.) Förmliche Rückgabe der Kirche und eines Teils des Klostergebäudes an das von König Ludwig I. offiziell genehmigte Hospiz der Unbeschuhten Karmeliten in Regensburg. ... den 1828 verstorbenen P. ... war 1834 P. Maximilian... aus Würzburg nach Regensburg gekommen.

1836 (24.11.) Konsekration der Kirche, deren Renovierung Bruder Candidus seit 1835 auf eigene Kosten betrieben hatte.

1839 (17.05.)
Das Hospiz wird Priorat und Noviziatskloster; erster Prior Pater Maximilian.

1847 Rückgabe des ganzen Klostergebäudes (bis auf die zu Beginn der Säkularisation verkaufte Klosterbrauerei) an die Karmeliten (Ablösung der Kirche und der Klostergebäude aus Staatseigentum erst 1903).

1920 Der Männerchor der Kirche wird in einen gemischten Chor umgewandelt.

1985 (24.11.)
350 – Jahrfeier, Festgottesdienst (10 Uhr) mit Bischof Manfred Müller.


Regensburg-Kumpfmühl

1899/99 Auf einem 1851 erworbenen Gelände in Kumpfmühl werden ein Haus und eine Kirche (Thereisienkirche) errichtet.

1906 Haus in Kumpfmühl wird Studienhaus für Ordenskleriker.

1922/34 Das Seminar in Kumpfmühl wird erweitert (60 Zöglinge).

1945 Zerstörung des Seminars durch Bomben; später mühsamer Aufbau.

1975 Auflösung des Seminars.


Karmelitinnen

1920 Tertiarkarmelitinnen aus Linz, denen der Regensburger Konvent das käuflich erworbene Haus Lanshuter Strasse 30 zur Verfügung stellt (Theresienheim), übernehmen ein grosses Arbeitsfeld (heute 7 Niederlassungen im Bistum Regensburg).


Auswärtiges Wirken

1875 Regensburger Karmeliten versuchen in Nordamerika Fuß zu fassen, um Ausweichmöglichkeit zu haben, falls das Kloster im "Kulturkampf" aufgelöst werden sollte. (1876 Rückkehr der Patres).

1876 Vier Regensburger Karmeliten beziehen ein Eremitorium bei Geleen in Holland (aus gleichen Gründen, wie der Versuch in Amerika), das als späteres Priorat Mutterkloster weiterer Gründungen in den Niederlanden wird.

1889 Gründung eines Hospiz auf dem Kreuzberg in Schwandorf (1897 Priorat).

1905 Zwei Regensburger Patres gründen bei der Wallfahrtskapelle auf dem Holy Hill im Staate Wisconsin USA eine Niederlassung; heute zweiräumige Wallfahrtskirche, das "Altötting Nordamerikas".


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