Ein neues Buch
Kontemplativ leben mit Johannes vom Kreuz –
eingeübt mit dem Jesusgebet
nach Franz Jalics
Eine Buchveröffentlichung aus unserem Hause
Das im Dezember angekündigte Büchlein „Kontemplativ leben mit Johannes vom Kreuz, eingeübt mit dem Jesusgebet nach Franz Falics“ ist inzwischen erschienen.
Eine kurze und sehr persönlich gehaltene Einführung in das, was Kontemplation bedeuten kann, zeichnet dies Buch von gerade mal knapp 100 Seiten aus. Aus der Praxis des Kurses mit gleichem Titel ist das Buch als eine Praxisanleitung für Gruppen oder Einzelne entstanden, sozusagen aus der Praxis für die Praxis. Für die Durchführung eines Kurses von 5 bis 6 Abenden (wenn man die Woche mit der Kontemplationsübung am Namen „Maria“ aufgreifen will!) werden ein Impuls, eine kontemplative Hinführung und eine Übung angeboten.
Zu diesem Buch ist auch ein Radiobeitrag entstanden, den man hier abhören kann:
Erhältlich ist das Buch (für den Preis von 15,- €):
– im Klosterladen Linz:
Kontemplativ leben mit Johannes vom Kreuz – eingeübt mit dem Jesusgebet nach Franz Jalics
– in Regensburg in der Pustet Bücher Dombuchhandlung am Domplarz und in Pustet Bücher in der Gesandtenstraße.
– Am Schriftenstand des Karmelitenkloster St. Josef am Alten Kornmarkt 7 in Regensburg und im Provinzialat München: provinzialat@karmelocd.de
– Als E-book: (über www.xinxii.com/religion-spiritualität)
E-Book
Zum Nachlesen vom P. Lutz Müller SJ:
Rezension zu Elias M. Haas, OCD, Kontemplativ leben mit Johannes vom Kreuz. Eingeübt nach dem Jesusgebet nach Franz Jalics. ci Verlag Wien, 2025
Als erstes fällt bei diesem handlichen Büchlein mit seinen 100 Seiten das anziehende und motivierende Coverfoto auf. Es zeigt geöffnete Hände vor einem hellen Licht. Das lädt zum Zugreifen ein!
Das Buch ist als Manuale angelegt, um einen sechs Wochen umfassenden Weg einer Gruppe anzuleiten. Wie bei Exerzitien im Alltag gibt es für jede Woche einen Impuls, eine praxisorientierte Methode und Hinweise zur Übung in der jeweiligen Woche. In sechs Kapiteln (entspricht je einer Woche) wird eine Einweisung in das Jesusgebet gegeben.
Wer das Grundlagenwerk von Franz Jalics kennt (Kontemplative Exerzitien) und die von Johannes vom Kreuz überlieferte Literatur, wird sich über eine Zusammenfassung freuen, die nur 100 Seiten umfasst. Der Anspruch des Autors ist es, das „liebende Aufmerken“ bei Johannes mit der „Wahrnehmung“ von Franz Jalics so zu verbinden, dass die karmelitanische Spiritualität vom Jesusgebet befruchtet wird. Und zwar ausdrücklich methodisch. Die existentielle karmelitanische Gebetsweise schaut auf die Liebesbeziehung – dazu braucht es keine Methode, sondern nur Zeit, Stille und liebendes Aufmerken. So fügt P. Elias Worte des hl. Johannes vom Kreuz sowohl in den Grundlagenimpulsen als auch in den Übungsanleitungen in jeder Woche ein. Sie werden verbunden mit den Anleitungsschritten der Jalics-Fassung des Jesusgebets.
Dessen Didaktik wird verständlich erklärt: die Meditation mit dem Atem, mit den Händen, dem Wort „Ja“, dem Namen „Maria“, dem Namen „Jesus“. P. Elias vertieft das Thema Vergebung, fügt eine Anleitung zur Atemmeditation an und stellt die Biographien des Johannes vom Kreuz und von Franz Jalics nebeneinander. So erschließt er Zusammenhänge und Parallelen.
Das Buch gewinnt an Authentizität durch die spirituellen Erfahrungen von P. Elias, der seine Basis beschreibt: die zwei Stunden des inneren Betens am Tag ohne methodische Erklärungen; das bestätigt meine eigenen Erfahrungen mit karmelitanischer Praxis. Es gibt viele ausschmückende Beschreibungen karmelitanischer Spiritualität mit Betonung des methodenfreien Zugangs zur Kontemplation, aber nur wenig positive Konkretion, wie das gehen soll. Diese Lücke füllt P. Elias mit seinem Buch, das als Brücke gedacht ist: „Kontemplation ist die Erfahrung einer Beziehung wie zwischen Verliebten, da braucht es keine Gebetsmethoden mehr… Gott erwacht im Innersten des Menschen.“ (90) So schreibt jemand, der die Brücke überquert hat. Er weiß, dass Kontemplation nicht machbar ist, denn sie ist Handeln Gottes. Um dieses Geschenk zu empfangen, braucht es das, worin sich Johannes vom Kreuz und Franz Jalics treffen: Stille, liebevolle Aufmerksamkeit und Wahrnehmung. Dorthin führt P. Elias´Büchlein.
Lutz Müller SJ

